Herzlich willkommen!!

Das Akronym PALLIAMICT ist eine Zusammenführung der beiden Wörter PALLIATIVE (engl.), im Deutschen „lindernd“, und MICT (ukr.), im Deutschen „Brücke“. Palliative Care bezeichnet das ganzheitliche Konzept einer nicht mehr auf Heilung ausgerichteten, bedürfnisorientierten Betreuung von Menschen, die unter einer fortschreitenden, zum Tode führenden Erkrankung leiden. Dabei trägt Palliative Care auch Sorge um ihre Angehörigen und Freunde.

Aktuelles

Projektreise durch die Westukraine im Mai: Iwano-Frankiwsk – Ternopil – Tscherniwzi – Lwiw

Nach intensiver Vorplanung und inhaltlicher Vorbereitung erfolgte gemeinsam mit Halyna Lejzjus vom 14.5.-26.5.2026 eine Reise in vier Städte in der Westukraine. Ausgangspunkt war Iwano-Frankiwsk, jene Stadt also, in der im Jahr 2017 die Projektarbeit begann und seitdem stetig weitergeführt wurde. Unterwegs waren wir mit der Bahn, stets bepackt mit vielen Büchern aus der in 2021 begonnenen Buchreihe zur Palliative Care.

Ziele der Reise:

  • Vorstellung der Buchreihe bzw. einzelner Bände
  • Übergabe der Bücher an Bibliotheken
  • Vorträge
  • Besuche von medizinischen Colleges, Akademien und (medizinischen) Universitäten
  • Bildung und Vertiefung von Kooperationen
  • Begegnung und fachlicher Austausch mit Repräsentantinnen und Repräsentanten der Einrichtungen, mit Lehrenden, Studentinnen und Studenten, Ärztinnen und Ärzten, Psychologinnen und Psychologen, Krankenschwestern, Geistlichen
  • Werbung für das große Thema Palliative Care für alle Berufsgruppen

Die Agenda während dieser besonderen Tage im Mai war dicht gefüllt mit Programm: Vorträge, Buch-Präsentationen, Gespräche etc. Von all dem versuche ich Ihnen, liebe Leserin und Leser, einen kleinen Eindruck zu geben. Gerne hätte ich die vielen wertvollen Begegnungen und Erfahrungen ausführlicher beschrieben. So ist der Versuch, die verschiedenen Stationen der Reise in Sprache zu bringen, gewiss manchmal zu nüchtern und kurz. Der Reichtum des Erlebten, die Wertschätzung und der Dank gegenüber den Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine und die Perspektiven für das Kommende mögen von dieser Knappheit ganz unberührt bleiben.

Mein ganz besonderer Dank gilt jedoch Halyna. Sie hat all das Erreichte erst möglich gemacht: als Organisatorin und Koordinatorin, Referentin, Sprecherin, Dolmetscherin, Übersetzerin, als strategisch Mitdenkende, Verkäuferin der Bücher und als natürlich als kulturelle Brücke zwischen Deutschland und der Ukraine.

IWANO-FRANKIWSK

14.5.-18.5.2026

Austausch von Fachliteratur am Rande eines internationalen Symposions der Krankenpflege

Im Zuge ihrer Recherchen erfuhr Halyna Lejzjus von einer jüngst erschienen Publikation mit dem Titel „Palliative Care in der Hausarztpraxis“, dessen Autorinnen und Autoren das Team der Kinderpoliklinik Nr. 6 in Odessa und des dortigen Zentrums für psychophysische und soziale Unterstützung sind. Es erging der Vorschlag an das Team in Odessa, unsere Lehrmaterialien zur Palliative Care gegenseitig auszutauschen. Schon vor dem 14.5., genauer am 4.5. ergab sich während eines internationalen Pflegekongresses in Iwano-Frankiwsk diese Gelegenheit. Halyna überreichte der leitenden Krankenschwester Alla Kuzhel die Bände 1, 3 und 4 unserer Reihe und erhielt im Gegenzug dazu den Informations- und Schulungsleitfaden aus Odessa. Anschließend gelangten unsere Publikationen nach Odessa an den Direktor Serhiy Horischak und an das Team der dortigen Poliklinik.

Buchvorstellung in der Regionalklinik des Regionalrats von Iwano-Frankiwsk

Zu Beginn eines Workshops zu Themen in der Palliative Care hatten wir die Möglichkeit, den Teilnehmerinnen aus der Krankenpflege unsere Buchreihe kurz vorzustellen. Danach fand ein Treffen mit Natalya Ruzhylo statt. Sie ist Leiterin der Prikarpatska-Schule für Krankenpflege,stellvertretende medizinische Direktorin für Krankenpflege an der Regionalklinik des Regionalrats von Iwano-Frankiwsk und Expertin der Gesundheitsabteilung der Regionalverwaltung für Fragen der Krankenpflege.

Seit vielen Jahren besteht ein guter Kontakt zu Natalya Ruzhylo, war sie doch auch Mitglied der Projektgruppe für den ersten Band der Buchreihe. Ihr ist die Förderung der Palliativpflege in der Ukraine ein großes Anliegen. Zu unserer Freude erwarb sie eine Vielzahl von Büchern für die Schule.

Vortrag und Führung durch das Iwano-Frankiwsker medizinische Fachcollege IFOR

Der Vortrag vor Studierenden des dritten Studienjahres im Fach Krankenpflege, vor Dozentinnen und Dozenten und der Verwaltung des College gliederte sich in zwei Teile. Im ersten wurde das Johannes-Hospiz in Münster vorgestellt. Fast alle Studierenden des dritten Studienjahres im Fach Krankenpflege haben bereits ein freiwilliges Praktikum im Bereich der palliativen Versorgung absolviert. Der zweite Teil ging auf das Anliegen des Direktors des Colleges, Volodymr Stasiuk, ein. Der Beitrag handelte davon, was die Palliative Pflege auszeichnet und was Motivation sein kann, sich dieser Fachrichtung zuzuwenden. Der Vortrag fand in einem Seminarraum statt, der bei Luftangriffen Schutz gibt. Zum Abschluss erfolgte eine Führung durch das College, einschließlich der Bibliothek durch den Direktor des Hauses.  

Halyna Lejzjus hatte schon im Februar das College besucht. Sie hatte sich dabei auch mit Studierenden des Abschlussjahrgangs getroffen, Bücher aus der Reihe zur Palliative Care vorgestellt und diese der Bibliothek geschenkt.

Bildrechte: Medizinisches Fachcollege

Vortrag in der Iwano-Frankiwsker Nationalen Medizinischen Universität (IFNMU), Lehrstuhl für Therapie, Familien- und Notfallmedizin

Im Rahmen der postgradualen Ausbildung für Ärztinnen und Ärzte fand eine Präsentation des vierten Bandes der Reihe zum Thema „Ernährung in der Palliative Care“ statt. Professor Serhiy Fedorov, Doktor der medizinischen Wissenschaften und Leiter des Lehrstuhls für Therapie, Familien- und Notfallmedizin, und Ljubow Skrypnyk, Dozentin und Doktor der medizinischen Wissenschaften, hatten zu der Präsentation eingeladen. Der Lehrstuhl für Therapie, Familien- und Notfallmedizin an der IFNMU führt regelmäßig thematische Fortbildungen für Ärztinnen und Ärzte in der Palliativmedizin durch.

An der Veranstaltung nahmen Dozentinnen und Dozenten, Ärztinnen und Ärzte und alle teil, die an der Entwicklung der Palliativversorgung interessiert sind. Auch Volodymyr Borys, Direktor des Iwano-Frankiwsker Regionalklinischen Zentrums für Palliativmedizin, zählte zu den Anwesenden.

Nach dem Vortrag wurde vereinbart, dass Andreas Stähli im Rahmen zweier Kongresse im November bzw. Dezember 2026 die Möglichkeit zu zwei Vorträgen zu praxisnahen Themen in der Palliative Care erhält.

TERNOPIL

19.5.2026

Rektorat der Nationalen Medizinischen Universität Ternopil (TNMU): Begegnung und Perspektiven der Zusammenarbeit

Am Beginn des Arbeitsbesuches in Ternopil stand ein Treffen im Rektorat der medizinischen Universität. In dem einstündigen Gespräch mit dem Rektor der TNMU, Professor Petro Lychatskyi, dem Prorektor für wissenschaftlich-pädagogische Arbeit, Professor Arkadii Shulhai, der Dekanin der Fakultät für ausländische Studierende, Professorin Maria Maruschak, sowie der stellvertretenden Direktorin des Lehr- und Forschungsinstituts für Krankenpflege, Dozentin Lyudmyla Mazur, standen Fragen zur Förderung und Entwicklung von Bildungsformaten in der Palliative Care sowie Möglichkeiten einer künftigen Zusammenarbeit im Vordergrund. Hohes Interesse besteht an der Einführung eines neuen spezialisierten Studienprogramms „Palliative Care für klinische Psychologen“ und in einer Verbesserung des Lehrangebots im Bereich der palliativen Pflege. Es erfolgte eine Übergabe der Buchreihe und des ins Ukrainische übersetzten Curriculums für palliative Psychologie für die Bibliothek der Universität.

Rektor Petro Lychatskyi bot Andreas Stähli an, künftig als Gastdozent an der Universität zu lehren.Zudem bestünde die Bereitschaft, mithilfe des Universitätsverlags „Ukrmedknyha“ weitere Publikationsideen zu realisieren.

Bildrechte: Pressesprecherin der TNMU Janina Chaikivska

Vortrag an der medizinischen Universität Ternopil, Lehrstuhl für Psychiatrie, Narkologie und medizinische Psychologie

Nach dem Gespräch im Rektorat bestand die Möglichkeit, in einem Vortrag die zentralen Inhalte des dritten Bandes der Buchreihe zum Thema „Kommunikation und Emotionen in der Palliative Care“ vor Studierenden der klinischen Psychologie und Krankenpflege vorzustellen. An der Vorlesung nahmen auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lehrstühle für Psychiatrie, Narkologie und medizinische Psychologie, für höhere Krankenpflegeausbildung, für Krankenpflege sowie für klinische Immunologie, Ärzte des Regionalkrankenhauses für Psychiatrie und Neurologie in Ternopil, der Direktor des Arsen-Rychynsky-Medizinischen Fachcolleges in Kremenets, Petro Mazur, sowie Mitarbeiter des Colleges teil.

Nach Abschluss der Präsentation wurde die Gelegenheit gegeben, die psychiatrische Abteilung des Regionalkrankenhauses für Psychiatrie und Neurologie in Ternopil sowie den Lehrstuhl für Psychiatrie, Narkologie und medizinische Psychologie zu besuchen. Es wurde vereinbart, dass durch Andreas Stähli Vorträge und Kurse für klinische Psychologen im Bereich der Palliative Care angeboten werden.

Bildrechte: Medizinische Universität Ternopil

Besuch des städtischen kommunalen Krankenhauses für medizinische Akutversorgung (Korpus Nr. 1), des Rehabilitationszentrums RECOVERY und des Zentrums für psychische Gesundheit POVERNENNYA in Ternopil

Andriy Palamarchuk, stellvertretender Direktor des städtischen kommunalen Krankenhauses für medizinische Akutversorgung in Ternopil und ehemals Chefarzt des Regionalkrankenhauses „Hospiz“ gab uns zum Abschluss des Tages einen Einblick in die Struktur eines Krankenhauses für die stationäre Akutversorgung in Ternopil. Andriy Palamarchuk ist unserer Arbeit seit vielen Jahren verbunden. Er war bereits in Münster, um das Johannes-Hospiz zu besuchen.

Das Krankenhaus in Ternopil ist Teil des nationalen Netzwerks innovativer Rehabilitationszentren RECOVERY. Dort erhalten verwundete Soldaten und Veteranen eine kostenlose, hochtechnologische Rehabilitation von der Physiotherapie und Ergotherapie bis hin zur psychologischen Betreuung. Andriy Palamarchuk ermöglichte uns eine Besichtigung der hochwertig ausgestatteten Räume und Technologien. In unmittelbarer Nähe dazu befindet sich das seit kurzem bestehende Zentrum für psychische Gesundheit mit dem Namen POVERNENNYA. In den neuen Räumlichkeiten helfen Fachkräfte Soldaten, Veteranen, ehemaligen Kriegsgefangenen, deren Angehörigen sowie zivilen Patienten dabei, die psychologischen Folgen des Krieges zu bewältigen.

TSCHERNIWZI

20.5.-21.5.2026

Im September letzten Jahres hatten wir die Freude, anlässlich der Buchpräsentation „Ernährung in der Palliative Care“ das Ehepaar Olexander und Iryna Marchuk aus Tscherniwzi kennenzulernen. Es folgte eine Einladung in die Bukowina, der wir nunmehr gerne gefolgt sind. Iryna Marchuk ist Doktor der Philosophie im Fachbereich Krankenpflege und Fachdozentin am Medizinischen Fachcollege in Tscherniwzi. Oleksander Marchuk ist Doktor der Religionswissenschaften, Dozent am Medizinischen Fachcollege und an der Jurij-Fedkowitsch-Universität Tscherniwzi.

In Vorausblick auf den 21. Mai, dem Tag der Vyshyvanka in der Ukraine, erhielt Andreas Stähli vom Ehepaar Marchuk eine Vyshyvanka, also ein traditionelles ukrainisches Hemd, das sich durch kunstvolle, handgefertigte Stickereien auszeichnet und das er während der Veranstaltungen trug.

Besuch des medizinischen Fachcolleges

Frozyna Kuzyk, Doktor der medizinischen Wissenschaften und Direktorin des medizinischen Fachcolleges führte durch die Räume und erläuterte die einzelnen Fachbereiche. Durch die Begegnung mit den Studierenden und Dozenten wurde ein lebendiger Eindruck in das College gewonnen. Für die Bibliothek wurde die Buchreihe mit den Bänden 1-4 übergeben.

Bildrechte: Medizinisches Fachcollege

Jurij-Fedkowitsch-Universität Tscherniwzi (TschNU): Interdisziplinäres Seminar und Unterzeichnung eines Memorandums

An der Jurij-Fedkowitsch-Universität fand ein interdisziplinäres Seminar zum Thema „Ethik der beruflichen Hilfen in Krisen- und Grenzsituationen: spirituelle Dimension und interdisziplinärer Ansatz“ statt, das Iryna Marchuk, Oleksandr Marchuk und Andreas Stähli gemeinsam gestalteten. Titel des Beitrages von Andreas Stähli war „Selbstsorge und Spiritualität“.

Die Veranstaltung wurde von Iryna Osovska, Prorektorin für wissenschaftlich-pädagogische, internationale und humanitäre Arbeit der Universität, und Frozyna Kuzyk, Direktorin des Medizinischen Fachcolleges eröffnet. An der Veranstaltung nahmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitswesens der Region, insbesondere Krankenschwestern, Studierende, Theologen und Lehrende teil.

Den Abschluss bildete die Unterzeichnung eines Kooperationsabkommens zwischen der Universität, dem Medizinischen Fachcollege in Tscherniwzi und Andreas Stähli. Die Zusammenarbeit sieht Bildungsinitiativen, insbesondere im Bereich der Palliative Care und in der Weiterentwicklung der klinischen Seelsorge vor.

Bildrechte: Medizinisches Fachcollege, Universität, Olexander Marchuk

Staatliche Medizinische Universität Bukowina, Bibliothek: Vorstellung der Publikationsreihe

Organisatorin der Veranstaltung war Prof. Olga Yurtsenyuk vom Lehrstuhl für Nervenkrankheiten, Psychiatrie und Medizinische Psychologie. Nach der Präsentation wurde der Universitätsbibliothek ein Exemplar des vierten Bandes „Ernährung in der Palliative Care“ übergeben.

Bildrechte: Universität

IWANO-FRANKIWSK

22.5.-25.5.2026

Treffen mit Olha Lasiychuk

Olha Lasiychuk ist Krankenschwester und arbeitet am gemeinnützigen Zentrum für medizinische Grundversorgung in Horodenka. Sie ist Mitglied der Akademie für Familienmedizin der Ukraine und wurde mit der Auszeichnung „Beste Krankenschwester der Ukraine 2026“ geehrt. Bei einem Kaffee sprachen wir über Palliative Care, Qualität und Qualifizierung in der Palliativpflege in der Ukraine, die Lehre, und natürlich über Bücher. Als Geschenk hatten wir Olha den dritten Band der Buchreihe mitgebracht, die nun alle vier Bände besitzt.

König-Danylo-Universität (KDU) Iwano-Frankiwsk: Vorstellung der Publikationsreihe

In der König-Danylo-Universität legten wir den Schwerpunkt auf die Bände 3 und 4 unserer Buchreihe. Hörerinnen und Hörer waren Psychologiestudentinnen und -studenten und Lehrende der Universität. Organisiert hatte die Veranstaltung Natalia Hryhorska, Leiterin der Abteilung für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit sowie Dozentin am Lehrstuhl für Management und Verwaltung.

Am Ende der Veranstaltung überreichten wir die vorgestellten Bücher Ivanna Strychar, Bibliotheksleiterin der König-Danylo-Universität.

Bildrechte: König-Danylo-Universität

LWIW

26.5.2026

Letzte Station unserer Reise war Lwiw. Nahe der Grenze zu Polen gelegen, ging von dort für Andreas Stähli am Abend die Fahrt zurück nach Deutschland.

Besuch und Buchpräsentation am medizinischen Fachcollege postgradualer Weiterbildung, Lwiw

Am Fachcollege für postgraduale Aus- und Weiterbildung fand eine Präsentation der Buchreihe statt, an der auch Dozentinnen, Dozenten und Krankenschwestern, die derzeit Spezialisierungs- und Fortbildungskurse am College absolvieren, teilnahmen. Die Direktorin des Colleges, Lesja Wowk, eine vielfach in der Ukraine ausgezeichnete Persönlichkeit, betonte in ihrer Einführung die Bedeutung der Weiterentwicklung der Palliative Care in der Ukraine. Nach der Präsentation führte die Direktorin durch die Räume der verschiedenen Fachrichtungen. Am Ende des Treffens signierte Andreas Stähli die vorgestellten Bücher und schenkte sie der Bibliothek des Colleges.

Bildrechte: Medizinisches Fachcollege

Gespräch und Übergabe der Buchreihe an den Rektor der Andrej-Krupinsky-Medizinischen Akademie, Lwiw

Im Mittelpunkt des Gesprächs mit Prof. Yuriy Kryvko, dem Rektor der Akademie und Doktor der Medizinwissenschaften standen Informationen und die Übergabe der Publikationsreihe an die dortige Fachbibliothek, einschließlich des Curriculums für palliative Psychologie.

Lesesaal der Wissenschaftlichen Bibliothek der Danylo-Halytskyi-Medizinischen Universität: Vortrag und Buchübergabe

Das Thema des Vortrages, zu dem sich Studentinnen und Studenten, Wissenschaftler und praktizierende Ärztinnen und Ärzte einfanden, lautete: „Die Ukraine und Deutschland: Bildungsprojekte in Zeiten des Krieges“.  

Zu der Veranstaltung in dem ganz im Stil des Neorokoko gestalteten Bibliothekssaal aus dem Jahre 1860 hatte die Wissenschaftliche Bibliothek der Danylo-Halytskyi-Medizinischen Universität und die Ärztekommission der Wissenschaftlichen Gesellschaft T. Shevchenko (NTSh) eingeladen. Deren Vorsitzende und Leiterin des Lehrstuhls für Operative Chirurgie mit Topographischer Anatomie, Professorin Zoryana Masna, führte in die Veranstaltung ein.  Nach dem Vortrag wurden der leitenden Bibliothekarin der Universität, Yaroslava Shchogoleva, Bücher aus der Publikationsreihe für die Wissenschaftlichen Bibliothek übergeben. Die Chefredakteurin der Zeitschrift „Medizinische Wissenschaften. Arbeiten der Shevchenko-Wissenschaftlichen Gesellschaft“, Professorin Valentina Chopjak, überreichte den Gästen ein Exemplar der Zeitschrift und lud sie zur Veröffentlichung ein. Professorin Zoryana Masna überreichte Dankesurkunden im Namen der Medizinischen Kommission der NTSh und drückte die Hoffnung auf eine Fortsetzung der wertvollen Zusammenarbeit aus.

Bildrechte: Volodymyr Banyas, Abteilung für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Abschluss: Resümee

Die Reise war von hoher fachlicher Intensität und großer Gastfreundschaft geprägt. Sie stellt zweifellos einen der Höhepunkte in der seit 2017 bestehenden Projektarbeit für und mit der Ukraine dar.

Ein wichtiges Ziel schon vor der Reise war, unsere Lehrbücher der Publikationsreihe den Bibliotheken der (medizinischen) Universitäten und Colleges kostenlos zu übergeben, damit sie möglichst vielen Studierenden und Lehrenden zur Verfügung stehen. Die im Bild dargestellte Karte der Ukraine gibt einen guten Überblick über den bisherigen Stand. In den kommenden Monaten werden wir weiter daran arbeiten.

Ein wichtiges Ergebnis der Reise ist das hohe Interesse der Universitäten und Colleges an einer Zusammenarbeit. Ich nenne hier beispielhaft das in Tscherniwzi unterzeichnete Memorandum sowie das Angebot zu einer Gastdozentur in Ternopil. Die gewünschten Schwerpunkte der Zusammenarbeit liegen im Bereich der Palliativpflege, aber auch in Spiritual Care und in Themen aus der palliativen Psychologie.

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Vortragsangebot zur Finanzierung einer neuen Buchpublikation

Liebe Leserin und lieber Leser, liebe Kollegin und lieber Kollege,

in diesem Jahr 2026 biete ich Vorträge in Deutschland an, um aus den Einnahmen eine neue Buchpublikation für die Ukraine in ukrainischer Sprache publizieren zu können. In 2021 habe ich mit einer Buchreihe begonnen, deren vierter Band zum Thema „Ernährung in der Palliative Care“ im Oktober 2025 erschienen ist (siehe den nachfolgenden Beitrag). In der Ukraine gibt es nur wenig Fachliteratur zur Palliative Care und die Publikationsreihe möchte diese Lücke etwas verkleinern.

Der fünfte Band, an dem ich aktuell arbeite, widmet sich dem Thema „Spiritualität und Spiritual Care in der Palliative Care“. Am letzten Tag meiner Reise im Oktober 2025 hatte ich ein Gespräch mit Pater Jaroslaw zu diesem neuen Buchprojekt. Er ist selbst in der Lehre tätig, war viele Jahre im Hospiz in Iwano-Frankiwsk und hat somit einen guten Einblick in den Bedarf. Er hat mich sehr zu diesem Buch ermutigt, das allen Berufsgruppen in der Palliative Care dienen soll. Wie schon zum Thema Ernährung gibt es dazu keine Literatur in ukrainischer Sprache. Ich habe ihn gebeten auch etwas beizutragen, gerade wenn es um Spezifika die Ukraine betreffend geht.

Die Kosten für Layout, Druck und Übersetzung werden bei etwa 12.000 € liegen. Da ich keine finanzielle Förderung erhalte, versuche ich eine Teilfinanzierung durch eine Auswahl an Vorträgen, zu deren Themen ich auch publiziert habe, sei es als Monografie oder als Fachartikel. Es besteht auch die Möglichkeit, für das Buchprojekt gezielt zu spenden. Genauere Angaben finden Sie auf dieser Seite weiter unten.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie an einem dieser Vorträge Interesse finden. Übernachtungskosten fallen keine an und bei den Fahrkosten würde ich bei weiten Fahrten neben meinem Deutschlandticket einen Sparpreis (Deutsche Bahn) nutzen. Beim Vortragshonorar könnte ich mir ca. 250 € vorstellen, vielleicht wäre es ja auch möglich, ein Spendenkörbchen mit einem Büchertisch, das die bisherigen Publikationen zeigt, aufzustellen.

Am besten bin ich erreichbar unter info@palliamict.com oder unter meiner Mobilnummer: 0151 521 30 163

Herzlich grüßt Sie Andreas Stähli aus Münster

VORTRÄGE

Nacht im Hospiz. Innenansichten zu einer existentiellen Zeit

Stähli, A. (2024). Nacht im Hospiz. Innenansichten zu einer existentiellen Zeit. Münster: LIT-Verlag.

Ein Nukleus der Spiritualität: der spirituelle Tiefenstrom der Passio

Stähli, A. (2024). Ein Nukleus der Spiritualität: der spirituelle Tiefenstrom der Passio. In: Büssing, A., Giebel, A., Roser, T. (Hrsg.). Spiritual & Existential Care interprofessionell. Berlin: Springer, S. 295-301.

Antike philosophische ARS MORIENDI und ihre Gegenwart in der Hospizpraxis

Stähli, A. (2010). Antike philosophische ARS MORIENDI und ihre Gegenwart in der Hospizpraxis. Münster: LIT-Verlag.

Emotionen in der Palliative Care

Stähli, A. (2004). Umgang mit Emotionen in der Palliativpflege. Ein Leitfaden. Stuttgart: Kohlhammer-Verlag.

Stähli, A. (2016). Emotionen in der Palliativpflege. In: Pflegezeitschrift. Fachzeitschrift für stationäre und ambulante Pflege, 69 (8): 471-473.

Palliative Care im Kontext kulturell-religiöser Vielfalt

Stähli, A. (2011). Palliative Care im Kontext kulturell-religiöser Vielfalt. In: Zeitschrift für Palliativmedizin, 12 (6): 256-259.

Stähli, A. (2019). Seelsorge im religionspluralen Kontext. In: Roser, T. (Hrsg.): Handbuch der Krankenhausseelsorge. 5., überarbeitete und erweiterte Auflage. Göttingen: V & R, 368-380.

Palliative Care in der Ukraine in Zeiten des Krieges

Stähli, A. (2023). Ein Brückenschlag in schwerer Zeit. Projekte zwischen der Ukraine und Deutschland. In: Bundes-Hospiz-Anzeiger, 21 (2): 4-5.

Buchpräsentation in Iwano-Frankiwsk in 2025

Am 16. Oktober 2025 fand im Hotel Stanislawiw in Iwano-Frankiwsk die Präsentation des neuen Fachbuches „Ernährung in der Palliative Care“ statt. Eingeladen hatten dazu die Herausgeber Dr. oec. troph. Maria Bullermann-Benend, Dr. philol. Halyna Lejzjus und Dr. phil. Andreas Stähli.

Zur Präsentation waren 105 Gäste gekommen, nicht nur aus Iwano-Frankiwsk, sondern auch aus den Regionen Ternopil, Tscherniwzi und Lwiw: Ärztinnen und Ärzte, Pflegende, Psychologinnen und Psychologen, Seelsorger, Sozialarbeiter und Ehrenamtliche, Lehrende sowie Studentinnen und Studenten von Universitäten und Colleges, leitende Mitarbeiter aus Universität und Stadtverwaltung, Vertreterinnen der Universitätsbibliothek, …

Nach Begrüßung und Einleitung erfolgte im ersten Teil ein Vortrag durch Andreas Stähli, der die zahlreichen Themen des neuen Fachbuches vorstellte. Im zweiten Teil erläuterte Halyna Lejzjus, die das Buch vom Deutschen ins Ukrainische übersetzt hat, die besonderen Herausforderungen und Aufgaben einer solchen Übersetzungsleistung. Zugleich gab sie eine Übersicht zu dem von ihr verfassten wichtigen Kapitel über die Mehrgenerationen-Essbiografie.

Einen Tag vor der Präsentation, also am 15. Oktober 2025, konnte das neue Fachbuch im Rahmen eines Kurses für Krankenschwestern im Bildungszentrum am Gebietskrankenhaus in Iwano-Frankiwsk vorgestellt werden. Es war auch hier eine Freude, mit welch´ großem Interesse Schlüsselthemen in der Palliative Care aufgenommen wurden.

Der Aufenthalt in der Ukraine begann mit einem Besuch der Universitätsbibliothek in Iwano-Frankiwsk, der je ein Exemplar der in 2021 begonnen Buchreihe für den Bibliotheksbestand übergeben wurde. Für Andreas Stähli besteht für sein neues Buchprojekt „Spiritualität und Spiritual Care in der Palliative Care“ die Möglichkeit, vorhandene ukrainische Fachliteratur einzusehen. Eine erste ausführliche Liste mit Ergebnissen aus der Recherche wurde ihm bereits zur Verfügung gestellt.

Die Reise endete mit einem Gespräch mit Pater Yaroslav Rokhman zum Thema Spiritualität und Spiritual Care. Er bestätigte die Bedeutung einer solchen Publikation für die verschiedenen Berufsgruppen in der Palliative Care in der Ukraine.

Mein besonderer Dank gilt Halyna Lejzjus, die neben den anspruchsvollen Aufgaben des Dolmetschens diese Besuche, Gespräche und Präsentationen organisiert und koordiniert hat.

BUCHREIHE

Im Jahr 2021 begann eine Reihe von Veröffentlichungen zu wichtigen Themen im Bereich der Palliative Care in ukrainischer Sprache. Bis jetzt sind die ersten vier Bände erschienen, die käuflich erworben werden können.

Spenden

Es besteht die Möglichkeit, Spenden für das Buchprojekt „Spiritualität und Spiritual Care in der Palliative Care“ (in ukrainischer Sprache) an Courage, eine gemeinnützige Initiative für Sterbe- und Trauerbegleitung e.V. zu überweisen. Diese Initiative hat einen ihrer Schwerpunkte in der humanitäre Hilfe für die Ukraine und hat die Möglichkeit, Spendenbescheinigungen auszustellen. Ab 2026 sind gemeinsame Projekte mit Courage geplant.

Spendenkonto

Verbund Volksbank OWL

IBAN: DE15472601218375929002
BIC: DGPBDE3MXXX

Bei Spenden bitte den Verwendungszweck angeben:

Buchprojekt PALLIAMICT

Nähere Informationen zu der Initiative Courage finden Sie unter:

https://www.courage-initiative.de

Zur Person Andreas Stähli

Berufliche Vita, Mitgliedschaften, Publikationen

Andreas Stähli wurde in München (Deutschland) geboren und studierte an den Universitäten in Berlin, München und Münster Philosophie, Theologie und Mathematik. Er promovierte 2010 zum Doktor der Philosophie mit einer Arbeit zur antiken philosophischen ARS MORIENDI (lateinisch für „die Kunst des Sterbens“) und ihrer Gegenwart in der Hospizpraxis. Er hat ein Pflegeexamen, spezialisierte sich in der Palliativpflege und arbeitete darin 14 Jahre auf zwei Palliativstationen und einem stationären Hospiz in München und Münster.